Youtube kann alles zu Geld machen
Die populäre Video-Website Youtube.com steht in der Kritik. Auf Youtube.com können User ihre selbst gedrehten Videos hochladen und sie so der gesamten Internetgemeinde zugänglich machen. Doch die neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen haben es in sich. Mit dem Hochladen räumt der Nutzer dem Portal Youtube.com "eine weltweite, nicht-exklusive, unentgeltliche, unterlizensierbare, übertragbare Lizenz ein, die es Youtube erlaubt, das Material zu nutzen, zu reproduzieren, zu vertreiben, anzubieten und Auszüge zu erstellen". Kurzum: Youtube besitzt das Recht, die privaten Videos kommerziell zu vermarkten. Über Youtube fand auch die kurzlebige Trash-Single "Sonnenlischt" ihren Weg ins Netz und später sogar auf eine CD-Single. An solch kommerziell erfolgreichen "Home-Videos" wollen die Betreiber der Seite nun offensichtlich selbst auch verdienen.
Doch zunächst steht weiteres Ungemach an, denn auch wegen Urheberrechtsverletzungen steht die Internetseite immer wieder unter Beschuss. Ein US-Amerikanischer Journalist verklagt aktuell die Seitenbetreiber auf 150.000 Dollar, da ein von ihm während der Unruhen in Los Angeles aufgezeichnetes Video ohne seine Zustimmung auf Youtube.com bereitgestellt worden ist.
Quelle: onlinekosten.de Newsmeldung "YouTube.com und das Kleingedruckte"
Rassismus und Volksverhetzung
Eine Suchanfrage bezüglich „white power“ bei Youtube spuckt problemlos 435 Clips aus. Viele der gelisteten Videos sind zum Glück Parodieen, doch genug beschäftigen sich mit Veranstaltungen von Neonazis. Uns sollen hier die Ausnahmen beschäftigen, die das dritte Reich verherrlichen oder verharmlosen, den Holocaust leugnen oder Inhalte anbieten, die unter den Tatbestand der Volksverhetzung zählen. Eine Anfrage zu Neo-Nazis spuckt zum Beispiel folgendes Video aus:
Titel: German neo-nazis are back
Many cutouts of neo-Nazi demonstrations! The rescuers of Germany (our comrades) take over the road!
Views: 7,880
Zu Beginn des Videos wird ein bildschirmfüllendes Wappen der Vereinigung Nationale Sozialisten, Bundesweite Aktion eingeblendet. Dieses Beispiel ist relativ harmlos im Vergleich zu folgendem:
Ruhm und Ehre der Waffen-SS - Stahlgewitter
Views: 4,255
Was wie ein Musikvideo mit historischem Hintergrund daherkommt, besingt die "Helden" der Waffen SS. Anfang und Ende des visuellen Inhalts sind die Runen der Waffen SS und am Schluss kommt noch eine Gesamtabbildung der Wappen der verschiedenen Kompanien. In den fünf Minuten des Videos werden Ausschnitte von Propagandamaterial des Dritten Reiches passend zur Musik zugeschnitten gezeigt: Marschierende Soldaten, feuernde Panzer, galoppierende Kavallerieeinheiten und ein Soldat der eine russische Fahne von einem Grenzposten herunterreißt. Das Lied baut als Feindbild den Bolschewismus und „seine dunklen Mächte“ auf, und erinnert daran den Ruhm und die Ehre der Waffen SS nie zu vergessen. Hier wird klar und deutlich verharmlost, das besagte Truppe Kriegsverbrechen begangen hat. Keinesfalls war sie die „einzige Hoffnung des Abendlands.“
Das Forum das Youtube hierzu bietet wird rege genutzt. Kommentare wie: „Richtig so, ich bin aus Augsburg!“ sind die harmlose Variante.
Über die Message Funktion ist es den Fans von Adolf Hitler problemlos möglich eine Infrastruktur zu nutzen, die kaum zu überwachen ist. Youtube funktioniert als stillschweigende Plattform indifferent gegenüber den Inhalten und hat, zumindest in diesem Falle, Neonazis einen neuen Kommunikationsraum geschaffen. Es liegt durchaus im Bereich des Möglichen, das Youtube hierbei als unbewusstes Helferlein für agitative Netzwerke fungiert.
Die Probleme die hierzu führen sind Grenzen der Sprache und Grenzen der Überschaubarkeit des Materials.
Zum Einen ist Youtube eine englischsprachige Seite, und ihre Betreiber wären auf Grund der benutzten deutschen Sprache gar nicht fähig die Behauptungen zu verstehen, selbst wenn es, zum anderen, möglich wäre jedes Video vor dem Hochladen auf seine Inhalte zu überprüfen. Eine kurze Recherche führte zu 296 Videos in 20 Minuten. Die schiere Menge ist auch ein nicht zu unterschätzendes Problem.
Quelle: http://blog.gratianriter.de/2006/07/youtube-kritik-mal-anders-vom-dau-zum.html
Zentralrat der Juden übt heftige Kritik an YouTube
Bereits im vergangenen Jahr haben wir darüber berichtet, dass der Zentralrat der Juden über eine Klage gegen das Videoportal YouTube nachdenkt. Anscheinend will man nun erneut gegen das Portal und dessen Betreiber Google vorgehen.
Wie Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrates der Juden erklärte, machen sich Google und YouTube zu "Mittätern an Rassenhass und Diskriminierung". Aus diesem Grund habe man gestern an einem Gericht in Hamburg eine einstweilige Verfügung gegen das Portal beantragt.
"Die rechte Szene nutzt YouTube massiv als Plattform", so Kramer. Als Beispiel nannte er ein Video, auf dem ein Bild von Paul Spiegel, dem ehemaligen Präsidenten des Zentralrats, verbrannt wird. Dabei würde man im Hintergrund deutlich Hakenkreuze erkennen. Dieses und andere Videos seien monatelang abrufbar gewesen, sagte er.
Es sei nicht erkennbar, dass Google gegen entsprechende Videos vorgeht, heißt es. Bei Google selbst sieht man dies jedoch anders. Während einer Veranstaltung zur Kampagne "Laut gegen Nazis", erklärte Kay Oberbeck, Sprecher von Google daher, dass sich der Konzern seiner Verantwortung bewusst sei.
Zu diesem Zweck arbeite man auch mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia zusammen, um entsprechendes Material vom Portal fernzuhalten. Darüber hinaus verweist Google auf die Funktion zum Melden von Videos mit fragwürdigen Inhalten.
Google: YouTube soll zur "Geldmaschine" werden
In einem TV-Interview mit dem Nachrichtensender CNBC hat sich Google-CEO Eric Schmidt vor kurzem über die Zukunft des Videoportals YouTube geäußert. Dabei erklärte er, dass die höchste Priorität sei, noch in diesem Jahr Geld mit YouTube zu verdienen.
"Ich denke nicht, dass wir bislang die perfekte Lösung gefunden haben um mit YouTube Geld zu verdienen - aber wir arbeiten daran. Das hat in diesem Jahr die höchste Priorität", erklärte Schmidt. Um dies zu erreichen, wolle man bei YouTube künftig eine ganze Reihe neuer Produkte zur Werbegenerierung einführen, heißt es.
Die "besten Produkte" für das Videoportal sollen Schmidt zufolge noch in diesem Jahr erscheinen. Bislang wollte er sich jedoch nicht dazu äußern, um was genau es sich dabei handelt. Die neuen Werbefunktionen sollen jedoch "viel kreativer und interessanter" sein als alles bisher Dagewesene.
Desweiteren sollen sie über das bisherige "Inline"-Werbesystem hinausgehen, bei dem Werbung in Textform am unteren Rand der Videos auf YouTube angezeigt wird. Die Aktien von Google schossen nach dem TV-Interview um 26.39 US-Dollar auf 584.86 US-Dollar in die Höhe.
Auch einem geschenkten Gaul sollte man ins Maul schauen
Massive Kritik an Youtube
Neben rechtswidrigen und jugendgefährdenden Inhalten, Videos mit fragwürdigen Themen, Lizenzstreitereien und schlechter Videoqualität, wird YouTube immer wieder mit dem Thema Urheberrechtsverletzung in Zusammenhang gebracht. Außerdem sei Youtube, wie Google, eine riesige Datensammelmaschine, meint der IT-Experte und Linux-Fachmann Cornelius Wasmund. Das Datengeheimnis zähle bei Youtube nicht viel. Die gesammelten User-Profile und E-Mail-Adressen könnten z.B. für Marketing-Strategien ausgewertet werden, so Wasmund.
Videos mit fragwürdigem Inhalt
Obwohl es laut den Nutzungsbedingungen von YouTube nicht erlaubt ist, Videos mit rassistischem und/oder hetzerischem Inhalt hochzuladen, werden diese Clips, nachdem sie von Zuschauern als unangebracht deklariert wurden, bisweilen nicht gelöscht, sondern lediglich nur noch für registrierte Nutzer zugänglich gemacht.
Da bei einer Registrierung keine Altersverifizierung durchgeführt wird, stößt YouTube vor allem bei Jugendschützern und deutschen Medien auf Kritik.
Ein Beitrag von Report Mainz im August 2007 berichtete, dass bei YouTube diverse rassistische und volksverhetzende Videoclips verfügbar seien, die trotz mehrerer Hinweise seitens des Reporterteams und der Jugendmedienschutz-Einrichtung jugendschutz.net nicht gelöscht wurden. Daraufhin kündigte der Zentralrat der Juden strafrechtliches Vorgehen gegen YouTube an.
Urheberrechtsverletzungen
Ein weiterer Kritikpunkt liegt darin, dass die Nutzer beim Hochladen von Videos vielfach das Urheberrecht verletzen. Nach der geltenden amerikanischen Rechtsprechung muss YouTube urheberrechtlich geschützte Inhalte erst nach einer Abmahnung durch die Rechteinhaber löschen (Opt-Out-Verfahren).
Am 14. Juli 2006 verklagte US-Journalist Robert Tur YouTube auf 150.000 US-Dollar, weil ein von ihm aufgezeichnetes Video ohne seine Zustimmung veröffentlicht wurde.[30] Im Dezember 2006 forderte ein Konsortium der japanischen Unterhaltungsindustrie das Videoportal auf, durch japanisches Copyright geschütztes Bild- und Filmmaterial von der Seite zu entfernen.[31] Im März 2007 kündigte der US-amerikanische Medienkonzern Viacom eine Schadensersatzklage gegen Google wegen Urheberrechtsverletzungen auf YouTube an. Es gehe dabei um eine Schadenersatzsumme von einer Milliarde US-Dollar. Zuvor hatte Viacom, zu dem Fernsehsender wie MTV oder Comedy Central gehören, gefordert, dass mehr als 100.000 Videos von den YouTube-Seiten entfernt werden.
Die deutsche Verwertungsgesellschaft GEMA hatte sich laut einer Pressemitteilung vom 9. November 2007 mit YouTube LLC auf eine Vereinbarung geeinigt, die zur Nutzung des Weltrepertoires musikalischer Werke auf der YouTube-Plattform berechtige. Laut dieser Mitteilung ermögliche diese Einigung die Musiknutzung sowohl in Musikvideos als auch in den von Nutzern erstellten Videos. Diese Vereinbarung ist allerdings zum 31. März 2009 abgelaufen. YouTube-Nutzern aus Deutschland soll seitdem der Zugriff auf Musikvideos von Künstlern, die von der GEMA vertreten werden, weitgehend verwehrt bleiben. Im Mai 2010 brach die GEMA die Verhandlungen mit YouTube ab.
Ende Dezember 2008 hat die Warner Music Group YouTube aufgefordert, alle illegal hochgeladenen Videos zu löschen. Begründet wird diese Forderung damit, dass man sich mit dem Portalbetreiber Google nicht über ein Lizenzabkommen habe einigen können. Einige Songs von Warner-Künstlern wurden daraufhin zunächst von der Seite zurückgezogen. Allerdings stehen beide Parteien in engen Verhandlungen, so dass mit einer baldigen Rückkehr der Videos auf die Seite gerechnet werden kann.
Authentizität der Inhalte
Ebenso wie andere Online-Dienste mit Social-Networking-Charakter wird YouTube zunehmend als Plattform für Guerilla-Marketing genutzt. Die Authentizität von Inhalten ist häufig nur schwierig zu beurteilen.
Besondere Aufmerksamkeit erregten in der Vergangenheit unter anderem ein politisches Video, das sich kritisch mit dem ehemaligen US-amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Al Gore und seinem Engagement für eine Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen beschäftigte, sowie die tagebuchartigen Veröffentlichungen einer Video-Bloggerin mit Pseudonym lonelygirl15, welche den vermeintlichen Alltag eines vorgeblich streng religiös erzogenen 16-jährigen US-Teenagers namens „Bree“ zum Inhalt hatten.
In beiden Fällen wurden Videos gezielt von Medienagenturen produziert, jedoch mit dem Anschein verbreitet, von Privatpersonen hergestellt und veröffentlicht worden zu sein. Kritische Stimmen, die bereits frühzeitig die Glaubhaftigkeit und den Ursprung der Videos in Frage stellten, hatten zunächst keinen negativen Einfluss auf die große Aufmerksamkeit und Beliebtheit, die die Veröffentlichungen jeweils erlangten.
Im Falle des Al-Gore-Videos konnten Beziehungen der produzierenden Werbeagentur zum Mineralölkonzern Exxon und zum Automobilhersteller General Motors aufgezeigt werden. Im Falle lonelygirl15 handelte es sich nach Auskunft der Produzenten um ein Experiment im Geschichtenerzählen („an experiment in storytelling“). Die Rolle der „Bree“ wurde von der neuseeländischen Schauspielerin Jessica Lee Rose gespielt.
Auch ein im deutschsprachigen Raum bekanntes Video eines Beifahrers, der WM-Karten auf der Autobahn verliert, war gestellt. Solche Videos werden im Netzjargon als Fake oder auch Hoax bezeichnet.
Quelle: Wikipedia
Jugendgewalt auf Youtube
In einem Antrag an den Landesparteitag der NRW-CDU am 9. Mai in Essen, der von der Spitze der Union mit Zustimmung aufgenommen wurde, fordert die JU zugleich eine stärkere Überwachung von populären Videoportalen wie "YouTube" und "MyVideo", in denen immer öfter jugendliche Gewalttäter Handy-Videos von Schlägereien und Drohbriefe veröffentlichten. Ordnungsbehörden und Jugendämter müssten solche Plattformen für "mediale Gewalt" intensiver beobachten.
Quelle: WAZ
"Diebstahl"
Der Chef des amerikanischen Medienkonzerns Viacom hat das Videoportal Youtube erneut heftig kritisiert. "Was Youtube macht ist Diebstahl", sagte Sumner Redstone der Tageszeitung "Die Welt". "Es stellt den Nutzern urheberrechtlich geschütztes Material zur Verfügung, das uns gehört." Viacom habe die Betreiber deshalb vor zwei Wochen aufgefordert, über 100.000 Clips seiner Sender aus dem Angebot zu streichen "Das werden andere Sender sicher auch tun."
Im Oktober 2006 hatte Google die Video-Site, die bis dahin noch nie Gewinn gemacht hatte, für 1,65 Milliarden Dollar (rund 1,26 Milliarden Euro) gekauft. Inzwischen sind neue Community-Seiten im Internet bei den großen Medienkonzernen sehr begehrt. Für das Studentenportal Studi-VZ zahlte die Holtzbrinck-Verlagsgruppe im Januar zum Beispiel 85 Millionen Euro, für Myspace bekam der Medienmogul Rupert Murdoch den Zuschlag - für einen Preis von 580 Millionen Dollar.
Den neuen Hype um die Gemeinschafts-Plattformen im Web kann Redstone nicht teilen: "Im Moment stehen das Interesse am Internet und seine tatsächliche wirtschaftliche Bedeutung in keinem Verhältnis." Gerade einmal fünf Prozent seines Umsatzes mache Viacom derzeit in den USA mit dem Internet, in Deutschland seien es knapp zehn Prozent. "Das Internet hat ein großes Wachstumspotenzial, dessen Bedeutung man jedoch nicht überbewerten sollte", sagte der Viacom-Boss Redstone.
Auch das Geschäftsmodell von Youtube sei nicht überzeugend. Das Portal verdiene an den Inhalten anderer ohne deren Erlaubnis. "Das hört sich für mich nicht sehr zukunftsträchtig an." Allein Werbeverträge mit der Plattform abzuschließen, wie es etwa die amerikanischen Sender NBC und CBS getan haben, reiche Viacom nicht. Was dem Unternehmen für die Nutzung seiner Inhalte bislang angeboten worden sei, sei zu wenig. "Wenn uns ein vernünftiges Angebot unterbreitet wird, werden wir zuhören." Das Angebot müsse aber dem Wert der Inhalte entsprechen.
Quelle: ZDnet